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8 Tipps für eine klimafreundliche Ernährung

Es geht nicht darum, alles richtig zu machen. Es geht darum, überhaupt etwas zu tun.
Hier in Deutschland ist unsere Ernährung für 15-20 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Das ist eine ganze Menge. Die gute Nachricht: Wir können fürs Klima essen. Selbst kleine Veränderungen unserer Essgewohnheiten haben eine große Wirkung.

1. Regionale Superhelden feiern. Die Vielfalt an heimischem Obst und Gemüse ist riesengroß. Wer braucht schon Avocado, wenn er rote Beete essen kann? Schwarze Johannisbeere kann alles, was die Goji-Beere kann, Sonnenblumenkerne sind eine leckere Alternative zu Pinienkernen und Rapsöl im Salat schmeckt wunderbar. Der Vorteil regionaler Produkte? Die Transportwege sind kurz. Das spart eine Menge CO2.

2. Saisonal = phänomenal. Obst und Gemüse zur Saison und von heimischem Freiland werden erst geerntet, wenn sie reif sind. Auch werden weniger Düngemittel und Pestizide verwendet als im Gewächshaus. All das bringt ein Mehr an Vitaminen, Mineralstoffen und Geschmack. Zudem kommt saisonbedingte Abwechslung auf den Teller, der Geldbeutel wird geschont und durch Wegfall von Lagerung und Beheizung wird sehr viel weniger CO2 erzeugt und Wasser verbraucht.

3. Ein Hoch auf pflanzliche Produkte. Aktuell entstehen knapp 68 % aller Treibhausgas-Emissionen der Ernährung durch Fleisch, Eier und Milchprodukte. Warum ist das so? Die Herstellung tierischer Produkte benötigt ein Vielfaches an Energie (für Zuchtanlagen & Fabriken) und Ackerfläche (für Weideland & Futtermittel-Produktion). Auch wird bei Rindern durch die Verdauung das extrem klimaschädliche Treibhausgas Methan freigesetzt.

4. BIO tut gut. Durch den Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel und die Verwendung von organischem Dünger wird Energie gespart, weniger klimaschädliches Lachgas freigesetzt und das Grundwasser geschützt. Auch wird die Vielfalt wild lebender Pflanzen und Tiere gefördert. Dadurch kann mehr CO2 aus der Atmosphäre im Boden gespeichert werden, was sich wiederum positiv auf Klima und Umwelt auswirkt.

5. Je frischer und unverarbeiteter, desto besser. Jede Zutat und jeder Verarbeitungsschritt wirkt sich auf die Klimabilanz von Lebensmitteln aus. Vor allem Tiefkühlprodukte erzeugen durch Herstellung, Kühlung, Lagerung und Erhitzung sehr viel CO2. So verursachen TK-Pommes fast 30x mehr Treibhausgase als selbstgemachte Kartoffelecken.

6. Auch beim Einkaufen und Kochen ans Klima denken. 
-> So viele Einkäufe wie möglich zu Fuß oder mit dem Rad erledigen.
-> Auf umweltfreundliche Verpackung achten und Plastik vermeiden.
-> Auch mal für Freunde kochen.
-> Mit passendem Topfdeckel und passender Herdplatte Energie sparen.
-> Mit dem Wasserkocher wird das Wasser schneller heiß.
-> Bei neuen Küchengeräten auf Effizienzklasse und Größe achten.
-> Ökostrom verwenden.

7. Fermentieren probieren. Willst du auch im Winter den Sommer auf dem Teller haben? Dann konserviere saisonale Lebensmittel, indem du sie einkochst oder – noch besser – fermentierst. Warum? Fermentation kommt ganz ohne zugeführte Energie aus. Das ist nicht nur gut fürs Klima, sondern erhält Vitamine und Mineralstoffe. Auch wird dank Milchsäurebakterien die Darmgesundheit und somit das Immunsystem gestärkt.

8. Mehr Wertschätzung für Lebensmittel. In Deutschland landen jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Davon sind laut WWF 10 Millionen Tonnen vermeidbar. Wer unnötige Lebensmittelabfälle vermeidet, kann seinen CO2-Fußabdruck der Ernährung um 30% reduzieren.

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