„Der schöne Begriff Lebensmittelretter*in ist jetzt geprägt“

Es ist ein warmer Junitag kurz vor den Sommerferien. Der letzte School Lunch Workshop für dieses Halbjahr liegt hinter uns. Soeben haben wir den tollen Kids der 4a der Charles-Dickens-Grundschule unter feierlichem Applaus ihre wohlverdiente Lebensmittelretter-Urkunde überreicht. Danach verrät uns Lehrerin Saskia Hauser im Interview, was sie motiviert hat, mit ihrer Klasse am School Lunch teilzunehmen und wie ihr der Workshop gefallen hat.

Wie bist du auf das Projekt School Lunch aufmerksam geworden?
Erik, einer unserer Schüler, hat im Januar den Bildungsstand von RESTLOS GLÜCKLICH und RaboDirect  auf der Grünen Woche besucht. Dort hat er schon ein paar Spiele zum Thema Lebensmittel wertschätzen kennen gelernt. Erik hat ganz begeistert davon berichtet und einen Flyer über das Projekt mitgebracht. Ich dachte, das klingt ja super, da frage ich mal an. Ja, und jetzt hat es geklappt.

Was hat dich motiviert mit deiner Klasse teilzunehmen?
Gesunde Ernährung kombiniert mit dem Verwerten von überschüssigen Lebensmitteln, ist ein perfektes Thema. Damit die Kinder zu erreichen, halte ich für wichtig. Das Thema Ernährung ist im Sachkundeunterricht schon enthalten. Aber hier kommt der praktische Aspekt hinzu. Die Kinder machen alles selber, das direkte Erlebnis steht im Vordergrund. Vom Einräumen eines Kühlschranks für die beste Lagerung bis zum Schneiden von Gemüse und dem Kochen. Das ist nochmal etwas anderes und macht das Projekt besonders wertvoll.

Wie kam der Workshop bei dir an?
Es war ganz wunderbar, die Kinder hatten viel Spaß und uns Lehrerinnen hat es auch sehr gut gefallen. Das ist einfach eine super Sache! Wir sind alle restlos glücklich! Ich kann den Workshop nur weiterempfehlen.

Was hat dir besonders gut daran gefallen?
Sehr gelungen fand ich das Aktivieren der Kinder und das Aufarbeiten des Themas. Es war sehr abwechslungsreich und die Methoden vielseitig. Besonders schön war auch, dass alle gemeinschaftlich am Tisch saßen und gegessen haben.

Gibt es etwas, was dich überrascht hat in Bezug auf Lebensmittelverschwendung?
Die Menge, die jede*r einzelne von uns zu Hause wegwirft – diese 80 bis 90 Kilogramm jährlich, pro Person. Mir war nicht bewusst, dass es tatsächlich so viel ist.

Wirst du das Thema Lebensmittel wertschätzen weiter mit deiner Klasse behandeln?
Wir versuchen bereits das Thema im Unterricht und auch beim Mittagessen oder bei Festen immer mit einfließen zu lassen, wir wollen hier positive Werte vermitteln. Der schöne Begriff „Lebensmittelretter*in“ ist jetzt geprägt. Das gefällt mir gut, das kann man immer wieder anwenden.